Viersen, 22.06.2021

Die Nachfrage nach ökologischen Baustoffen wächst und stellt auch das Viersener Unternehmen CLAYTEC immer wieder vor neue Herausforderungen. Um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden, wird das Betriebsgelände am Hauptproduktionsstandort in Viersen naturnah erweitert.

Maximilian und Peter Breidenbach bei der Planung der Betriebserweiterung.

Vor wenigen Tagen war es soweit: der erste Spatenstich zur Erweiterung des Betriebsgeländes an der Süchtelner Straße erfolgte. Bereits seit 1990 produziert das Familienunternehmen CLAYTEC unter Führung von Peter Breidenbach am historischen Produktionsstandort, dem sogenannten Ringofen auf der Süchtelner Straße, Baustoffe aus Lehm. Lehm gehört zu den ältesten Baustoffen der Welt und seine bauphysikalischen und baubiologischen Eigenschaften machen ihn zu einem perfekten Rohstoff für Gesundes Bauen oder Renovieren.

Grund für diesen Entschluss war die stetig wachsende Nachfrage nach ökologischen Baustoffen und die immer wieder kehrenden Herausforderungen, größere Mengen produzieren und lagern zu können, um den steigenden Bedarf auch kurzfristig decken zu können. So entstehen neben zwei neuen Lagerhallen auch ein frostfreies Lager und eine neue Werkstatt, in der die Qualitätsprüfung erfolgen wird. Mit der Erweiterung können gleichzeitig auch die logistischen Abläufe optimiert werden. Mit diesen Maßnahmen sollen letztlich auch Effizienzsteigerungen einhergehen.

Naturnahe und nahhaltige Erweiterung

Luftbildaufnahme des Geländes.

Luftbildaufnahme des Geländes.

Als nachhaltiges Unternehmen und Produzent von ökologischen Baustoffen, ist bei CLAYTEC die Achtung der Natur sowie die Artenvielfalt von besonderer Bedeutung. Bei der Planung der baulichen Maßnahmen standen zwei Dinge im Fokus: Nachhaltigkeit und eine naturnahe Bebauung. Hierbei sollen diverse Ausgleichsmaßnahmen zur Erhaltung des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes beitragen. Die von CLAYTEC geplanten Maßnahmen gehen dabei weit über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

Auf das Dach einer neuen Lagerhalle sowie auf das Dach der neuen Werkstatt und des neuen frostfreien Lagers wird jeweils eine Solaranlage installiert, sodass die Produktion, neben dem bisherig verwendeten Ökostrom, nach der Betriebserweiterung auch auf hauseigenen, durch Solarenergie gewonnenen, Strom zurückgreifen kann.

Über das gesamte Gelände werden Streuobstwiesen angelegt, in denen Bienen Nahrung finden. Weiterhin entsteht eine Schafwiese, auf der die vom Aussterben bedrohten Skudden-Schafe grasen können. Zudem wird insgesamt 80 m² Teichfläche angelegt. Zusätzlich werden auch Bäume und Strauchwerk, wie zum Beispiel Hainbuchen, als Ausgleichsmaßnahme gepflanzt.

Dieses Beispiel zeigt wieder einmal, dass die Themen Gesundheit und Nachhaltigkeit gemeinsam mit Wirtschaftlichkeit einhergehen können. Einen ausführlichen Bericht zu der geplanten Maßnahme finden Sie unter: https://www.claytec.de/de/clayblog/naturnahe-betriebserweiterung-am-hauptproduktionsstandort_n3620