Venlo, 10. Juni 2020

Holz ist ein altbewährter Baustoff und seit einigen Jahren erlebt das Material eine Renaissance, doch der große Durchbruch in unserer Region bleibt weiterhin aus – und dies zu Unrecht, denn Holz gilt heute als höchst moderner, vielseitig einsetzbarer und vor allem umweltfreundlicher Werkstoff und stammt noch zu großen Teilen aus heimischer Produktion.

Doch warum bauen wir immer noch dasselbe, was wir vor 100 Jahren getan haben? Das fragt sich der Architekt Andrew Waugh jeden Tag. Der Bauprozess ist ineffizient; ein Drittel der Aufgaben wird zweimal ausgeführt, nicht weniger als 50% der Baumaterialien werden weggeworfen und 10% des gesamten Baubudgets werden für Fehler ausgegeben, die während des Prozesses gemacht werden. Ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

Die aktuelle Situation

Der heutige Wohnungsbau ist international einer der am stärksten verschmutzenden Sektoren. Nicht weniger als 9% der gesamten CO2-Emissionen entstehen bei der Herstellung von Beton. Das ist mehr als bei der Luftfahrt (3%). Um u. a. auch unser Stickstoffproblem lösen zu können, wird die Bauindustrie mit uns gemeinsam innovativ sein müssen, denn Bauen mit Holz hat vielerlei Vorteile.

Holzbau als Problemlösung

So könnte Bauen mit Holz (CLT/Cross-lined Wood) das Stickstoffproblem verringern. Bäume absorbieren und behalten Stickstoff (auch nach dem Fällen). Das macht unsere Häuser zu einem CO2-Speicher. Durch eine erhöhte Nachfrage nach Holz, z. B. beim Holzbau, müssen mehr Bäume gepflanzt werden. Und mehr Bäume bedeutet eine höhere CO2-Speicherung.

Die Frage, die sich dann für viele stellt: Haben wir genug Bäume? Die Antwort ist eindeutig ja. Im Vergleich zu Beton wird beim Holzbau nur halb so viel Material benötigt. Darüber hinaus erzählt Marco Vermeulen, dass in den Niederlanden derzeit 22.000 Häuser pro Jahr (in ungeschützten Gebieten) „wachsen”. In Finnland wächst sogar alle 14 Sekunden ein neues Haus. Aber auch Deutschland ist gut aufgestellt. Das Land besteht zu einem Drittel aus Wald und hat das höchste Holzaufkommen innerhalb der gesamten EU. Die Bäume, die derzeit geerntet werden, werden derzeit für minderwertige Produkte wie Zellstoff verwendet. Viele Wälder sind alte Produktionswälder, die das Ökosystem nicht fördern und z.B. Waldbrände verursachen. Um mit Holz bauen zu können, werden weitere Bäume geplant. Bauen mit Holz schafft also automatisch mehr Wald.

So könnte Bauen mit Holz (CLT/Cross-lined Wood) das Stickstoffproblem verringern. Bäume absorbieren und behalten Stickstoff (auch nach dem Fällen). Das macht unsere Häuser zu einem CO2-Speicher. Durch eine erhöhte Nachfrage nach Holz, z. B. beim Holzbau, müssen mehr Bäume gepflanzt werden. Und mehr Bäume bedeutet eine höhere CO2-Speicherung.

Die Frage, die sich dann für viele stellt: Haben wir genug Bäume? Die Antwort ist eindeutig ja. Im Vergleich zu Beton wird beim Holzbau nur halb so viel Material benötigt. Darüber hinaus erzählt Marco Vermeulen, dass in den Niederlanden derzeit 22.000 Häuser pro Jahr (in ungeschützten Gebieten) „wachsen”. In Finnland wächst sogar alle 14 Sekunden ein neues Haus. Aber auch Deutschland ist gut aufgestellt. Das Land besteht zu einem Drittel aus Wald und hat das höchste Holzaufkommen innerhalb der gesamten EU. Die Bäume, die derzeit geerntet werden, werden für minderwertige Produkte wie Zellstoff verwendet. Viele Wälder sind alte Produktionswälder, die das Ökosystem nicht fördern und z.B. Waldbrände verursachen. Um mit Holz bauen zu können, werden weitere Bäume geplant. Bauen mit Holz schafft also automatisch mehr Wald.

Gesundheitliche Aspekte

Neben den Vorteilen für die Umwelt hat Holz auch Vorteile für das Raumklima. Es hat eine stark isolierende Wirkung (siehe Abbildung 1).

Abbildung 1. Die isolierende Wirkung von Holz

Darüber hinaus sorgt es für eine stabilere Luftfeuchtigkeit im Gebäude. Mehrere wissenschaftliche Studien haben belegt, dass das Material eine beruhigende Wirkung auf Menschen hat und ihr Wohlbefinden erhöht, wenn es im Innenraum verbaut wurde. Doch auch die Leistungs- und Erholungsfähigkeit wird positiv beeinflusst. Ein weiterer Vorteil von vielen: Bestimmte Holzsorten haben eine antimikrobielle Wirkung, so sterben bspw. krankenhaustypische Keime auf Kiefernkernholz schneller ab als auf Kunststoffoberflächen.

Umdenken erforderlich

Trotz aller Vorteile stoßen die Holzbauer auf ein Problem. Es bedarf gesellschaftlicher Veränderungen, um Verbraucher und Bauunternehmen vom Bauen mit Holz zu überzeugen. Damit es durchführbar ist, muss es Größenvorteile geben. Die traditionellen Bauunternehmen haben jedoch noch viele (finanzielle) Interessen im alten System. Dies verlangsamt den Übergang zur neuen Norm: Holzbau!

Dieser Artikel basiert größtenteils auf der Dokumentation ‘Holzbauer’ von VPRO Tegenlicht. Die vollständige Dokumentation in niederländischer Sprache können Sie hier abrufen:

https://www.vpro.nl/programmas/tegenlicht/kijk/afleveringen/2019-2020/houtbouwers.html

Quellen