von Liesje Knelissen , Blue Engineering & Liz Bouten, Bluehub

Atmen- jeder Mensch tut es. Aber was geschieht mit der ausgeatmeten Luft? Darüber machen sich die wenigsten Gedanken. Tatsächlich ist es so, dass ausgeatmete Luft zurück in den Raum gelangt, in dem Sie sich befinden. Während „frische“ Raumluft noch 21% Sauerstoff und 0,04% Kohlendioxid (CO2) enthält, verschieben sich die Werte auf 16,4% Sauerstoff und 4,4% CO2.

Somit können Sie sich sicher vorstellen, dass, wenn sich während eines Arbeitstages 10 Personen in einem ungelüfteten Raum aufhalten, die CO2-Konzentration rasch ansteigt. Je höher der CO2-Gehalt in einem Raum ist, desto schlechter die Kreativität und desto geringer die Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeiter. Sicherlich nicht die besten Voraussetzungen für einen gesunden Arbeitsplatz.

CO2-Box

Um tatsächlich zu prüfen, ob der CO2-Anteil in einem Raum zu hoch ist, hat Blue Engineering ein Messgerät in Form einer mobilen CO2-Box entwickelt, die für ihre Arbeit lediglich einen Stromanschluss benötigt. Die CO2-Box misst nicht nur den Kohlenstoffdioxidgehalt, sondern auch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit eines Raumes. Diese drei Werte erlauben es ein Gesamtbild der Luftqualität zu erstellen, umso einen besseren Eindruck für die vorherrschende Innenraumluftqualität zu erhalten. Mit diesen Räumen meinen wir Lern- und Arbeitsumgebungen.

Funktionen

Die Funktionen der CO2-Box sind mit denen einer Wetterstation, die eine Wettervorhersage macht, vergleichbar. Sie ist mobil und flexibel einsetzbar. Wenn Sie das Gefühl haben, dass es in dem Raum, in dem Sie arbeiten, sehr stickig, warm oder die Luft abgestanden ist, können Sie am Messgerät die aktuellen Luftbedingungen in Form eines Ampelsystems ablesen. Alles was Sie hierfür benötigen ist ein Stromanschluss. Ein grüner Daumen steht hier für gute Werte, ein gelber für moderate. Ein roter Daumen verweist auf eine schlechte Innenraumluftqualität. Hier besteht Handlungsbedarf.

Werteinterpretation

Die Maßnahmen, die bei schlechten Werten zu ergreifen sind, hängen vom gemessenen Wert ab. Die richtige Temperatur zum Beispiel ist in der Regel ein persönliches Empfinden, da jeder eine andere Arbeitstemperatur bevorzugt. Wissenschaftliche Forschungen verweisen aber darauf, dass die optimale Arbeitstemperatur zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegt. Daher zeigt die CO2-Box in genau diesem Temperaturbereich grün an.

Die Luftfeuchtigkeit dagegen hat festgelegte Wertebereiche. Wenn man im Urlaub in einem sonnigen Land ist, hat man oft das Gefühl, dass die Hitze dort nicht die gleiche ist wie in dem Land, aus dem man kommt. Dies hat mit der Luftfeuchtigkeit zu tun, die in bestimmten Ländern unterschiedlich sein kann. In Indonesien beispielsweise ist es viel feuchter als in der Türkei. Hier sprechen wir über das Außenklima, aber die Unterschiede sind auch im Innenklima spürbar. Es ist nicht angenehm, in einer zu trockenen Umgebung zu arbeiten. Die Mitarbeiter leiden unter trockenen Augen, einer juckenden Nase oder Kopfschmerzen. Als trockene Umgebung gilt ein Bereich mit einer Luftfeuchtigkeit von weniger als 40%. Eine zu feuchte Umgebung ist auch nicht optimal. Krankheitserregende Bakterien wachsen schneller und die Mitarbeiter werden häufiger niesen müssen. Außerdem kann es vorkommen, dass der Raumnutzer unter Atemnot leidet. Weißt ein Raum eine höhere Luftfeuchtigkeit als 60% auf, spricht man schon von Feuchte. Demnach liegt der optimale Wert zwischen 40% und 60%.

CO2 ist ein Gas, welches von Menschen nicht unmittelbar wahrgenommen werden kann. Man kann es weder riechen, noch sehen oder fühlen. Allerdings macht es sich für Ihren Körper bemerkbar, wenn Sie sich längere Zeit in einem Raum mit einer zu hohen CO2-Konzentration aufhalten. In einer idealen Arbeits- und Lernumgebung sind 400 bis 800 ppm (parts per milion) CO2 in der Luft. Früher wurde angegeben, dass die Luft, die eingeatmet wird, 0,04% CO2 enthält. 0,04% CO2 entspricht 400 ppm. Wenn ein Raum zwischen 0,08% und 0,12% CO2 enthält, wird ein oranger Daumen angezeigt. Es ist sicherlich wünschenswert, den Raum durch das Öffnen einer Tür oder eines Fensters zu lüften. Bei kritischen Werte zwischen 0,12% und 0,15% oder sogar höher, ist es demnach notwendig, Frischluftzufuhr zu gewährleisten, um die Werte wieder zu normalisieren. Mitarbeiter, die über einen längeren Zeitraum in einem Raum mit hoher CO-Konzentration arbeiten, sind weniger kreativ und zeigen erste Erscheinungen von Müdigkeit, die sich auch in Form von verminderter Aufmerksamkeit bemerkbar macht. Auch Kopfschmerzen können die Folge sein.

Vorteile

Durch die Platzierung der CO2-Box in der Arbeitsumgebung werden sich die Mitarbeiter der Luftqualität bewusst, in der sie sich täglich befinden. Durch Anwendung der CO2-Box ist leicht und deutlich ablesbar, wann Maßnahmen ergriffen werden müssen. Die Luft kann bei Bedarf optimiert werden, zum Beispiel durch ein Belüftungssystem. Mitarbeiter haben auch ein besseres Verständnis für die Ursache von Symptomen des Sick-Building-Syndroms, wie zum Beispiel trockene Augen. Die einfache und intuitive Bedienung der Box stellt einen zusätzlichen Vorteil dar und wird, bei Ergreifung der richtigen Maßnahmen, zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität beitragen.

Blue Engineering hat insgesamt 12 CO2-Boxen hergestellt, die auch ausgeliehen werden können. Wenn Sie daran interessiert sind, die Luftqualität in Ihrer Umgebung zu analysieren, wenden Sie sich bitte an info@healthybuildingnetwork.com.

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