Erstes durch HBN inspiriertes Bauvorhaben in der Projektregion

Am 14.03.2019 war es so weit: Der erste „Spatenstich“ für eine gesunde Gewerbeimmobilie – Halle und Büro – in Nettetal fand statt.

Inspiriert durch das Projekt Healthy Building Network hat sich Christoph Dicks, Geschäftsführer der Peter Dammer GmbH & Co. KG aus Nettetal, dazu entschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen. Insbesondere kaufmännische Aspekte hinsichtlich der Wertentwicklung seines neuen Gebäudes gaben den Ausschlag.

Wie verlief die Planung zu diesem Projekt? Welche Materialien wurden eingesetzt und wo wurden diese bezogen? All dies sind Fragen, die auch die Mitglieder unseres Netzwerks interessieren. Wir freuen uns darauf das Bauvorhaben von der Planung bis hin zur Fertigstellung und darüber hinaus zu begleiten.

Bauvorhaben

Bauherr:                    DAMMER & DICKS Gewerbeimmobilien GmbH

Planung & Bau:       Peter Dammer GmbH & Co. KG

Mieter:                      Metten Kunststoffprodukte GmbH

Bauvorhaben:          Büro 165 m²; erweiterbar um 165 m² | Halle 780 m²

Baubeginn:              März 2019

Fertigstellung:        September 2019

Gestaltung der Materialsuche und -auswahl

  • Anfrage bei Stammlieferanten und Handwerkern, mit denen das Unternehmen seit langem zusammenarbeitet
  • Produkte mit C2C-Zertifikat auf der HBN-Homepage & Gespräche bei Veranstaltungen von Healthy Building Network
  • Internetrecherche

Verwendete Materialien & Produzenten

C2C:

  • Aluminiumfenster (Schüco International KG): teurer als Kunststofffenster, aber wesentlich hochwertiger und langlebiger; Sicherheit einer langfristigen Ersatzteilversorgung.
  • Sandwich-Panele (BRUCHA Gesellschaft m.b.H., Österreich)
  • Stahlkonstruktion
  • Beton wird so eingesetzt, so dass er beim Abbruch vollständig recycelt werden kann. Dazu wurden intensive Gespräche mit einem Abbruchunternehmen geführt, mit dem man seit Jahrzehnten zusammenarbeitet.

Bisher noch nicht umgesetzt:

  • Warmdach mit EPS-Dämmung und PVC-Folie, für die nächste Projekt sind andere Lösungen in Vorbereitung

Gesunde Raumluft:

  • Veredelter Estrich als Bodenbelag
  • Be- und Entlüftungsanlage
  • Ansaugöffnung der Lüftungsanlage direkt über dem Drucker im Großraumbüro (fängt Tonerstaub und –partikel auf)

In Klärung:

  • Innenausbau mit Knauf-Trockenbauelementen mit C2C-Zertifizierung und Vlies mit Silikatfarbe
  • oder Holzfaserplatten mit Lehmschicht und Lehmfarbe ohne Tapete und mit Zellulosedämmung

Plus Energie:

  • Gute Dämmung als Basis
  • Photovoltaikanlage mit mehr kWh-Ertrag als kWh-Verbrauch des gesamten Gebäudes für Heizung, Beleuchtung, Lüftung und warmes Wasser
  • Kombination aus Gastherme für Spitzenlasten & Luftwärmepumpe für Grundlast
  • Kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmetauscher
  • LED-Beleuchtung in Halle und Büro
  • Betonkernaktivierung im Hallenboden und Fußbodenheizung im Büro um geringe Vorlauftemperaturen zu ermöglichen

Die Zusammenarbeit erfolgte hierbei mit denselben langjährigen Partnern wie bisher, es bedurfte keiner speziell ausgebildeten Handwerker oder neuer Lieferanten.

Wirtschaftlichkeit

Mit diesem Projekt möchte der Bauherr zeigen, dass Themen wie gesunde Raumluft, Cradle-to-Cradle und Plus-Energie-Gebäude im Gewerbebau bereits heute wirtschaftlich realisiert werden können /MÜSSEN!

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Healthy Building Network

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